Obstbäume richtig schneiden

Wenn der Winter nicht mehr allzu streng ist und der Frühling an die Tür klopft, erwacht auch allmählich die Natur wieder. Bevor die Obstbäume allerdings gänzlich aus dem Winterschlaf hochkommen, ist ein Baumschnitt ratsam. Dies ist vor allem deshalb vorteilhaft, um den Ertrag auf diese Weise im Herbst wieder reicher ausfallen zu lassen. Allerdings kann beim Beschneiden von Apfelbaum, Birnbaum und Co. einiges falsch gemacht werden. Faulende Äste, Pilzbefall und ähnliches können die Folge sein, was zu einem Verlust einer guten Ernte führen kann.

Obstbäume mit dem richtigen Gerät schneiden

obstbaum schneiden

Obstbäume sollten einmal im Jahr geschnitten werden

Am Ende eines jeden Winters brauchen die Obstbäume eine gute und reichhaltige Pflege. Diese kann am besten mit einem guten Baumschnitt erfolgen. Geschieht das nicht, so kann es zu schlimmen Folgen kommen, die sich auf eine gesunde Entwicklung des Baumes und den späteren Ertrag an Früchten auswirken könnte. Zusätzlich kann das sogenannte Auslichten vor Pilzinfektionen schützen, da die Sonne freien Zugang zu allen Baumbereichen erhält. Wichtig sind deshalb jegliche Äste zu entfernen und zu kappen, die vornehmlich nach innen wachsen oder andere Äste gar behindern. Wachsen diejenigen Äste nun einfach ungehindert weiter, so kann es zu wenigen Blüten und somit zu einem geringem Fruchtaufkommen kommen.

Als besonders gut geeignet ist

  • eine kräftige und ausreichend große Rosenschere
  • eine Baumschere
  • oder eine kleine Säge, auch Japansäge genannt

Hier muss einfach selbst erwägt werden, womit besser zu arbeiten ist und was für den jeweiligen Ast geeignet erscheint. Am besten sind die Werkzeuge vor dem Einsatz mit einem besonderen Reinigungsalkohol oder handelsüblichen Spiritus zu reinigen, um somit Krankheiten an den offenen Baumstellen zu verhindern.

Äste schneiden und Vorsicht walten lassen

Bevor es an die Arbeit geht, sollte der Baumbesitzer sein Gewächs betrachten. Ein einfaches Losschneiden ist nicht ratsam und sollte genau überdacht sein. Zuerst werden vor allem die toten und kranken Äste sowie Triebe, die sich direkt aus dem Boden herausarbeiten, gekappt. Dieses Astwerk kostet den Baum  nur Kraft, die anderweitig besser verwendet werden kann. Schließlich kommen die Äste an die Reihe, die nach innen wachsen und unnötige Schatten werfen, welche für Pilze geradezu einladend wirken.

Tipp: Zwischen den einzelnen Abschnitten immer wieder den Baum in Augenschein nehmen und das Gesamtbild betrachten.

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Der Birnbaum und seine Genossen

Nicht nur der Birnbaum möchte im späten Winter beschnitten werden – alle Obstbäume danken dem Besitzer diese Arbeit mit einer reichen Ernte. Allerdings sind Birnbäume beim Beschneiden recht anfällig, daher sollte bei dieser Tätigkeit besonders vorsichtig vorgegangen werden.

Ende Februar ist ein guter Zeitpunkt für den Astschnitt. Hier sollten nun alle Äste gekappt werden, die vor allem in Verlängerung der Hauptäste gehen. Daher ist eine Ausdünnung der Baumkrone sehr ratsam, da die Sonne so an die kräftigen Äste hervorragend gelangt und somit eine gute Ernte zu erwarten ist. Im Sommer erfolgt schließlich ein weiterer Schnitt. Wurde im Vorjahr nur eine magere oder schlechte Ernte eingeholt, so sollte nun die Blütenanzahl reduziert werden, damit sich die verbleibenden Blüten zu ertragreichen Früchten entwickeln können.

Tipp: Am besten die in diesem Jahr gewachsenen Triebe auf ungefähr 10 Zentimeter zurückschneiden.

Mehrhttp://www.mein-haus-und-garten-1×1.de/magazin/Birnbaum-als-Spalierobst-schneiden

Pflege nach dem Anschnitt

Nach dem Ausdünnen und Beschneiden der Äste sollte jeglicher Baum – ganz gleich ob Birnbaum, Kirschbaum oder Apfelbaum, mit einer besonderen Pflege versehen werden. Die offenen Stellen werden mit Baumharz oder einem für Baumwundbehandlung speziell hergestelltem Balsam bestrichen. Durch diese Maßgabe können schwerwiegende Krankheiten und Pilzbefall reduziert werden und die Freude an dem Obstbaum bleibt länger erhalten.