Der ZEN Garten – Ort der Ruhe

zan garten sand

Ein typischer Teil eines Zen-Gartens für die Wohnung

Der ZEN Garten, eigentlich ein Trockengarten, wird in Japan Kare-san-sui genannt. Der Trockengarten besteht in erster Linie aus Kies, Sand, Steinen und Felsstücken, nur wenige symbolträchtige  Pflanzen werden in ihm gepflanzt. Das Rechen des Kieses und das beschauliche Verweilen im ZEN Garten dienen der Meditation und Verinnerlichung. 

Im Kies werden Linien gezogen, die Wasserläufe darstellen, dabei sollte weder das Ende noch der Anfang der Linien erkennbar sein. ZEN Gärten werden auch gerne in Miniaturform in einem rechteckigen Rahmen angelegt, zur Entspannung am Arbeitsplatz, in Räumen. Bearbeitet werden die kleinen ZEN Gärten ebenfalls mit einer kleinen Harke.

Ein Garten und seine Philosophie

Der ZEN Garten symbolisiert Schönheit, Ruhe, Ordnung und Disziplin, Eigenschaften, die dem Geist des Menschen eigen sein sollen. Die wenigen Pflanzen im ZEN Garten sind Moos und ein Baum, wobei das Moos für Alter und Weisheit steht. Das Alter wird in Japan geschätzt und der über die Lebenszeit erworbenen Weisheit mit Respekt und Wertschätzung begegnet. Der Baum, meist ein Ahorn, Kirsch – oder Pflaumenbaum,  ist Symbol des Lebens, des Wachstums, der Regeneration. Kirsch- und Pflaumenbäume erblühen im Frühjahr, die Blüten, Zeichen des Lebens, werden vom Wind in alle Himmelsrichtungen verweht.

Im Herbst reifen die Früchte, bis das Laub dem Winter zum Opfer fällt und der Kreislauf des Lebens aufs Neue beginnt. Der Sand mit seinen gezogenen Linien stellt das Wasser, die Steine und Felsen Hügel und Berge. Das Harken des ZEN Gartens wirkt auf Körper, Geist und Seele beruhigend und entspannend. Ein ganzes Leben lässt sich in den ZEN Garten hinein interpretieren, indem sich der Betrachter meditativ mit den Elementen Stein, Sand, Baum und Moos auseinandersetzt.

Der persönliche ZEN Garten

japanischer garten wasser

Ein japanischer Garten

Beim Anlegen eines persönlichen Kare-san-sui muss der Untergrund völlig unkrautfrei und eben sein. Um den Nachwuchs von Unkraut zu verhindern, wird die Fläche mit einer Folie abgedeckt. Die Folie wird sodann mit feinem Kies oder Sand bedeckt. Für das Pflanzen von Moos und Baum, muss die Folie an der entsprechenden Stelle leicht ausgeschnitten werden. Die Anzahl der Steine muss eine ungerade Zahl ergeben, heißt es in den Anweisungen zum Anlegen eines ZEN Gartens. Bei der Anordnung der Steine sollen keine geometrischen Formen oder Symmetrien entstehen.

Werden sie wellenförmig gruppiert, wird die beruhigende Wirkung der symbolischen Wasserlinien verstärkt. Zu guter Letzt werden die die Linien gezogen, ohne erkennbarem Anfang und Ende. Sie sollten möglichst ineinander übergehen und die Steine wie Wasser umspülen.

Der ZEN Garten zum Stressabbau

Ein Miniatur ZEN Garten kann entweder fertig erworben oder selbst gebaut werden. Sand wird dabei in einen rechteckigen Rahmen gefüllt, ein kleines Bonsai Bäumchen gepflanzt, ebenso Moos. Entsprechend kleine Steine werden in gleicher Weise gruppiert wie in einem großen Kare-san-sui. Steht der kleine ZEN Garten auf dem Schreibtisch, dient  nicht nur seine Betrachtung, sondern auch das Ziehen der Linien mit einer kleinen Harke, dem Stressabbau. Wenige Minuten der Mediation lassen den Blutdruck ebenso sinken wie sie den Kopf wieder frei machen.

Mehr Gartentipps finden Sie auch in unseren anderen Gartenbeiträgen rund um Hochbeet und Gartenhaus