Grüner Tee – Eine Tasse für die Gesundheit

Der Genuss von Tee lässt sich in China mindestens 4000 Jahre lang zurückverfolgen. Aus China stammt auch die spezielle Zubereitung von grünem Tee. Das Heißgetränk war von Beginn an mehr als ein Durstlöscher. In der traditionellen Heilkunde wird er gegen vielerlei Leiden eingesetzt. Heute sind viele Heilwirkungen und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe auch wissenschaftlich belegt worden. So enthält grüner Tee von Natur aus viele Antioxidantien, Gerbstoffe, Flavonoide und Polyphenole, die für seine wohltuende Wirkung verantwortlich sind. Grüner Tee ist heute ein Wellness Getränk, das auch in Europa immer mehr Fans findet.

Produzenten

China ist heute noch der Hauptproduzent und Exporteur von grünem Tee. Inzwischen gibt es zahlreiche, unterschiedliche Sorten, von denen der Gunpowder-Tee eine der weltweit bekanntesten ist. Von China gelangte der Tee einst nach Japan und wenn in Japan jemand von Tee spricht, dann meint er grünen Tee, der hier in der speziellen Teezeremonie zubereitet und genossen wird. Auch in anderen, asiatischen Ländern wird der Tee angebaut, darunter Indien, Vietnam oder Indonesien.

Anbau von Grünem Tee

gruener teeGrüner Tee wird entweder an sonnigen Standorten oder im Schatten angebaut. Dabei wird fast ausschließlich Tee der Gattung Camellia sinensis verwendet. Er wird nach der Ernte erhitzt, geröstet oder gedämpft, wodurch die für schwarzen Tee charakteristische Fermentation gestoppt wird. Dadurch hat grüner Tee ein eigenes Aroma und seine Inhaltsstoffe bleiben weitgehend erhalten. Die erste Ernte im Frühjahr ergibt den First Flush, der bei grünem Tee Gunpowder genannt wird, die Ernte im Mai den Second Flash. Die Blätter der Teepflanze unterscheiden sich je nach Stellung ebenfalls in der Qualität, wobei die Knospen an der Spitze, die Chun-Mee, die höchste Qualität erreichen. Natural Leaf ist Grüntee in Blättern. Matcha ist geriebener Grüntee, der in Japan bevorzugt wird.
Je höher die Qualität des Grüntees, desto kürzer und weniger heiß wird er aufgebrüht. Die kühlste Aufbrühtemperatur liegt nur knapp über 60°C und die kürzeste Ziehzeit bei 30 Sekunden. Zudem wird der Tee oft mehrmals überbrüht. Wird er dabei zu heiß oder zu lange zubereitet, entsteht ein bitteres, ungenießbares Getränk.

Grüner Tee – Wirkung auf den Körper

Wie Kaffee und schwarzer Tee enthält auch Grüntee Koffein und ist daher ein anregendes Getränk.
Seine weiteren Inhaltsstoffe verleihen dem Heißgetränk eine wohltuende Wirkung auf die Gesundheit, die in zahlreichen Studien untersucht und belegt wurde. Laut einer aktuellen Studie des Linus-Pauling-Institut in Oregon stärkt der Tee das Immunsystem und kann Autoimmunerkrankungen unterdrücken. Schon der Zen-Meister Eisai beschrieb im zwölften Jahrhundert die positive Wirkung des Tees auf fünf lebenswichtige Organe und darunter insbesondere auf das Herz. Diese Erkenntnisse konnten in einer mehrjährigen japanischen Studie mit über 40.000 Teilnehmern bestätigt werden. Der Tee wirkt demnach tatsächlich positiv auf das Herz-Kreislauf-System und übt dadurch sogar nachweislich eine lebensverlängernde Wirkung aus.

Tatsächlich kommen Herzinfarkte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Asien trotz verbreitetem Zigarettenkonsum auffallend selten vor. Laut einer US-Studie kann der Grüntee dabei auch die Lebensqualität im Alter steigern, indem er die geistige Leistungsfähigkeit wach hält. Auch eine krebshemmende Wirkung konnte vielfach belegt werden, nachdem aufgefallen war, dass in Nationen, in denen viel Grüntee konsumiert wird, unterdurchschnittlich viele Krebserkrankungen auftreten. Laut Untersuchungen kann der Tee das Wachstum bestimmter Tumore hemmen und das Risiko senken, an Brustkrebs oder anderen Krebsarten zu erkranken.

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Grüner Tee auf gruenertee.net

Wikipedia

Foto: mckaysavage/Flickr CC